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Der Finanzplatz Frankfurt am Main

Finanzen und Wirtschaftsprüfer in Frankfurt

Die fünftgrößte Stadt Deutschlands gilt als führender Finanzplatz der Bundesrepublik und gehört sogar zu den bedeutendsten Wirtschaftsstandorten weltweit. Diese Stellung fußt auf dem Sitz der wichtigsten deutschen Börse, der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB), den starken Bankensektor sowie die Ansiedelung verschiedener europäischer Aufsichtsbehörden, die der hessischen Stadt eine internationale Note verleihen. Darüber hinaus findet man viele weitere Dienstleister, die in der Finanz- und Wirtschaftsbranche tätig sind, z.B. Unternehmen für die Wirtschaftsprüfung in Frankfurt.

Die Geschichte der Finanzmetropole

Schon seit dem Mittelalter gilt Frankfurt als wichtiger Standort für den Handel, Messen und die Wirtschaft allgemein. Dank der günstigen Lage am Main und in Nähe des Rheins kreuzen sich hier schon immer wichtige Handelswege. Auch verlagerten die römisch-deutschen Könige ihre Residenzen an den Main. Die Frankfurter Börse wurde bereits im Jahre 1585 gegründet, als sich die ansässigen Messekaufleute auf feste Wechselkurse für die zahlreichen Währungen im Reich einigten. Die in dieser Zeit etablierte Stellung als führender Standort für Finanzen ging mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 an Berlin über, denn die damalige Politik wollte die Hauptstadt zur bedeutendsten Stadt in allen Aspekten aufbauen. Erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs eroberte die Stadt den Platz als führendes Finanzzentrum zurück, da das geteilte Berlin für die Banken weniger attraktiv war und sie sich stattdessen in der größten hessischen Stadt ansiedelten.
Im Zuge des deutschen Wirtschaftswunders der 1950er- und 1960er-Jahre nahm die Bedeutung des Finanzplatzes weiter zu und geriet auch in den internationalen Fokus. Heute gilt „Bankfurt“ nach London als wichtigstes Finanzzentrum der Europäischen Union. Die Gründung der Europäischen Zentralbank in der Mainmetropole im Jahre 1998 markierte den Auftakt als Sitz vieler weiterer europäischer Aufsichtsbehörden wie der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) oder des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken zur Früherkennung, Prävention und Bekämpfung von systemischen Risiken.
Mit der Ankündigung des EU-Austritts des Vereinigten Königreichs („Brexit“) kündigten zahlreiche Institute des Bereichs Finanzen an, ihren Sitz von London in die deutsche Stadt zu verlegen.

Finanzinstitute in Frankfurt am Main

Sowohl die Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland als auch die Europäische Zentralbank sowie das Europäischen Systems der Zentralbanken befinden sich hier. Auch die vier wichtigsten deutschen Kreditinstitute sitzen in der Mainmetropole. Es handelt sich dabei um die Deutsche Bank, Commerzbank, KfW Bankengruppe und DZ Bank.
Auch die weitaus bedeutendste Börse Deutschlands, die von der Deutschen Börse AG betriebene Frankfurter Wertpapierbörse (FWB), ist hier zu finden.
Eine Übersicht weiterer wichtiger Unternehmen der Wirtschaft ist die folgende:

    • Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
    • Europäische Versicherungsaufsicht
    • Europäischer Ausschuss für Systemrisiken
    • Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (PwC, KPMG mit Hauptsitz, Deloitte mit Niederlassung)
    • DWS Investments (größte deutsche Fondsgesellschaft)
    • Anwaltskanzleien wie Clifford Chance, Linklaters, Freshfields Bruckhaus Deringer und Baker & McKenzie
    • Unternehmensberatungen wie McKinsey & Company, Boston Consulting Group, Bain & Company und Booz & Company
    • Zahlen und Fakten rund um die Finanzmetropole

Im Jahre 2013 lag „Mainhattan“ auf Platz acht der größten internationalen Finanzplätze (Internationaler Finanzplatzentwicklungsindex). Im Index der globalen Finanzzentren, GFCI 14 belegte die Stadt hingegen den neunten Platz im weltweiten Vergleich der Wirtschaft & Finanzen 2013.

Unterscheiden sich die Inkassobüros in der Schweiz von unseren?

Geldbörse

Was ist ein Inkassobüro? Was bedeutet Inkasso?

Schulden auf der KreditkarteBei einem Inkassobüro beziehungsweise bei einem Inkassounternehmen handelt es sich um eine zwischengeschaltete Firma, die Forderungen eines Gläubiger-Unternehmens bei dem Schuldner einfordern soll und somit eine aktive Betreibung durchführt. Inkassodienste stellen keine staatliche Behörde oder staatliche Stelle dar. Bis zur Beauftragung des Inkassounternehmens wurde der Schuldner mehrmals, meist in Form von Rechnungen und Mahnungen, aufgefordert, seine Schulden zu begleichen. Auf diese Forderungen hat der Schuldner jedoch nicht reagiert und es ist keine Zahlung erfolgt. Inkassounternehmen gibt es in Deutschland, in der Schweiz und in allen weiteren europäischen und nicht-europäischen Staaten.

Gibt es einen Unterschied zwischen deutschen und schweizerischen Inkassofirmen?

Genau wie in Deutschland unterliegt das Inkasso Schweiz keiner direkten staatlichen Aufsicht oder konkreten gesetzlichen Regelungen. Die Inkassobüros in der Schweiz dürfen zur Durchsetzung ihrer Forderungen genau dieselben Maßnahme ergreifen, wie der eigentliche Gläubiger. Dies trifft auch auf deutschen Inkassofirmen zu. Zu diesen Maßnahmen zählen in der Regel Zahlungsaufforderungsschreiben oder Anrufe. Nicht selten fordern Inkassobüros in der Schweiz, genau wie in Deutschland, von den Schuldnern enorm hohe Mahn- und Bearbeitungsgebühren, welche sich gerichtlich nur in den seltensten Fällen durchsetzen lassen.

Eine Frage der Seriösität

Auch in der Schweiz gibt es, genau wie in Deutschland, eine Vielzahl von Inkassounternehmen, die die Grenzen der Seriösität überschreiten und Schuldner so weit unter Druck setzen, dass dies schon in Richtung Bedrohung oder Nötigung geht. Unsichere Schuldner können online Listen aufrufen, die besonders zweifelhaft agierende Unternehmen im Inkassobereich in der Schweiz auflisten. Fühlen sich Schuldner von den Inkassofirmen bedroht oder massiv eingeschüchtert, so haben sie die Möglichkeit, das Unternehmen beim Verband der Schweizerischen Inkassotreuhandinstitute (kurz: VSI) zu melden. Das Institut teilt Schuldnern zudem auf Wunsch mit, wie lange das Inkassounternehmen die Daten des Schuldners speichern darf.

Zudem sollten Schuldner wissen, dass sie gegenüber Inkassodienstleistern zu keinerlei Auskunft über ihr persönliches Vermögen oder ihre Lebenssituation verpflichtet sind. Vielmehr sollten sich Schuldner direkt beim Inkassounternehmen erkundigen, wie lange dieses die Daten speichert und wie genau sich die Forderung zusammensetzt. Nicht wenige Inkassounternehmen in der Schweiz versuchen Schuldnern mithilfe intransparenter Kostenaufstellungen zu verunsichern und unnötige Zusatzgebühren geltend zu machen. Sollte sich das Inkassounternehmen weigern, konkrete Kostenaufstellungen zu übermitteln oder die Daten des Schuldners zu löschen, so hat dieser die Möglichkeit, sich beim Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten über die Arbeitsweise des Inkassounternehmens zu beschweren. Ein Muster für eine entsprechende Auskunftsanfrage und viele weitere wichtige Tipps zum Thema können auf der Internetseite des Datenschutzbeauftragten unter www.edsb.ch aufgerufen werden.

Verhalten nach Eingang eines Betreibungsbegehren

Erhalten Schuldner aus Deutschland oder aus der Schweiz ein Inkassoschreiben, macht es Sinn, sich direkt noch einmal mit dem ursprünglichen Gläubiger in Verbindung zu setzen. Unterbreitet der Schuldner dem Gläubiger ein realitisches Angebot, wie die Gesamtschuld entweder in einer Einmalzahlung oder in Ratenzahlungen beglichen werden kann, so endet die Arbeit des Inkassodienstes meist direkt und der Schuldner hat vom Inkassobüro keine weiteren Kontaktaufnahmen zu befürchten. Im Zweifelsfall kann zu weiteren Beratungszwecken auch eine seriöse Schuldnerberatungsstelle in der Schweiz vom Schuldner kontaktiert werden. Eine Übersicht über solch seriös tätige Firmen ist auf der Internetseite www.schuldeninfo.ch abrufbar.